top of page
  • erikavanosch

Angekommen im Urlqaubsparadies

Donnerstag, 30.03.2022

Unser Flug zurück nach Teneriffa geht erst um die Mittagszeit. So haben wir noch einige Stunden auf El Hierro für Kaffee trinken, lesen und gaaanz gemütlich Koffer packen. Ein letztes Mal holpern wir mit dem Bus über die unebenen Inselstraßen. Wir verlassen die Insel schweren Herzens und voller Dankbarkeit über die Eindrücke & Erlebnisse. Ein Lacher beschert uns die Bewertung unseres Gastgebers auf AirBnB noch zum Schluss mit der Beschreibung: "Du bist eine sehr gute Hausfrau. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank." Der Rückflug nach Tenerifffa Nord verlangt mir, Eri, nochmal alles ab - durch viele Luftlöcher und dazugehöriger Schreckenssekunden.

Bei Ankunft geht alles sehr schnell - Gepäck, Auto abholen und ab auf die Serpentinen von Teneriffa. Auf dem Weg zu unserem AirBnB in La Arena an der Südwest Küste halten wir für ein paar Stunden in Garachico. Dort mit richtigem Touriprogramm: Eis essen, durch Lädchen schlendern und schöne Dinge bewundern, ein kühles Bier genießen usw.

Wir haben ein wundervolles AirBnB innerhalb einer Wohn-/Feriensiedlung direkt an der Felsenküste in La Arena - gemütlich und modern eingerichtet, mit allem was man braucht und einer herrlichen Terrasse plus Pool. Wir würden jederzeit wieder kommen. An diesem Abend essen wir vorzüglich im indischen Restaurant im sehr touristischen und 'Bettenburgenlastigen' Zentrum von La Arena und spazieren bei lauer Sommerluft die Promenade entlang bevor wir zufrieden und erschöpft in die gemütlichen Betten sinken.




Farbenpracht Teneriffa

Freitag, 31.03.2022

Der Tag beginnt spät - wir genießen es ausschlafen zu können und in Ruhe unseren Kaffee zu schlürfen bevor wir uns auf eine kleine Inselrundreise begeben. Mit dem Mietwagen kurven wir die Berge hinauf und hinab und genießen dabei die wundervollen Ausblicke. Steile Hänge und sanfte Täler mit Miniaturdörfern, neue Bergstraßen und und alte Rumpelwege, ein einsamer Hund am Straßenrand und viele andere Eindrücke sammeln wir unterwegs ein.

Unser erstes Städtchen an diesem Tag ist Icod. Perfekt für ein zweites Frühstück und das Beobachten des Alltagslebens im Ort. Wir flanieren ohne Ziel durch den kleinen Ort und entdecken wunderschöne Fotomotive. Die farbenfrohen Häuserfassaden strahlen in der spanischen Sonne um die Wette - zusammen mit uns. Denn wir genießen die Entschleunigung. Die Stadt ist geschäftig und belebt - von fleißigen Malern, die die Kirch neu in Weiß kleiden über Kaffeetrinkende Rentner bis zu spielenden und singenden Kindern eines Kindergartens, die vor der Kirche scheinbar ihrer Erzieherin ein Abschiedsfest gestalten. Giel gönnt sich eine Weinprobe am Kirchplatz bei der Vinothek Malvasia und wir posieren ganz tourimäßig vor dem 900jährigen Drachenbaum.

Uns nächstes Ziel ist Santiago del Teide, höher im Gebirge gelegen und gegenüber Icod ein verschlafenes Dörfchen. Das Zentrum ist schnell durchlaufen doch wir verbringen hier gepaart mit zwei Überraschungen ein paar Stunden. Zum Einen erhalten wir im örtlichen Vulkanmuseum eine spontane, private Rundführung und zum Anderen werden wir in einem der Cafés so nett und zuvorkommend bedient und beschwatzt dass ein Getränk und Snack nach dem anderen auf unserem Tisch landen und erst nach 2 Stunden an Aufbruch zu denken ist. Im Café ist also Zeit genug für eine kleine kreative Arbeit der Dorfszene und Lesen.

Zurück in La Arena ist endlich die Gelegenheit baden zu gehen. Die vorherigen Tage war es dafür zu stürmisch und die Wellen zu hoch. Wir haben Spaß wie die Kinder. Der Weg zurück zur Unterkunft ist nicht weit - umziehen nicht nötig. Am Abend gibt es Pizza und Wein beim Italiener.





Relaxen & Genießen

Freitag, 01.04.2022

Der letzte volle Tag auf Teneriffa ist nochmal entspannter und mit weniger Programm als die vorherigen. Soweit ich mich erinnere verbringen wir den gesamten Vormittag bei der Unterkunft. Mit Snacks und Getränken auf der Terrasse, beim Baden im Pool, lesend, malend und spielend. Später kraxeln wir noch über die Felsen neben der Feriensiedlung Richtung Strand von La Arena - zwischen klatschenden Wellen & glucksenden Naturpools sind außer uns noch viele andere Menschen dort unterwegs.

Doch so ein kompletter Tag ohne Ausflug geht auch nicht. Daher brechen wir noch auf ins Nachbarstädtchen Alcalá. Ein kleiner Spaziergang an der Strandpromenade mit Naturpool entlang, Proviant für die Rückreise einkaufen und schließlich Genießen auf der Terrasse vom Retaurant Saúco - mehr ist heute nicht drin. Im Saúco machen allerdings das Ambiente, der Meeresblick, Live Musik und hervorragendes Essen die Mittagspause zum absoluten Highlight des Tages.

Der Tag findet seinen Abschluss bei Bierchen & Fish&Chips im Irish Pub von La Arena.





Ein wundervoller Urlaub geht zu Ende

Samstag, 02.04.2022

Unser Heimflug geht erst 16:25 Uhr. So haben wir ausreichend Zeit unsere Sachen zu packen und noch kurz am Strand zu sitzen und ausgiebig zu beobachten wie Eltern quengelnde Kinder vom schwarzen, kanarischen Sand frei duschen. Zum Flughafen Süd sind es knappe 30 Minuten und diesmal sind wir für die Dauer des Flugs mit Proviant ausgerüstet. Gegen 22:30 Uhr sind wir zurück in good old Germany.

12 Ansichten0 Kommentare
  • erikavanosch


Atemberaubende kanarische Natur & viel Schweiß

Montag, 27.03.2022

Wir brechen gegen 7:30 Uhr auf und fahren mit dem Bus bis El Mocanal. Von dort planen wir eine Rundtour zurück zur Bushaltestelle Doch es kommt anders. Der Tag beschert uns nicht nur fantastische Ausblicke und atemberaubende Pflanzenwelten sondern auch große Hitze, die wir so nicht erwartet hatten. Wir genießen diese Wanderung staunend und entscheiden uns schließlich dazu, als uns das Wasser ausgeht, bei 2/3 der geplanten Tour die Richtung zu ändern und zum Quartier in Valverde abzubiegen.

Die ersten 4 Kilometer haben es in sich. Wir überwinden gleich 500 Höhenmeter auf kleinen Trampelpfaden, zwischen den typischen Natursteinmäuerchen und durch kniehohes, üppiges Blütenmeer. Die Verschnaufpausen brauchen wir nicht nur um Kraft zu tanken sondern viel mehr um zu Staunen über Gottes wunderbare Schöpfung hier.

Die Kakteen & Sukkulenten überragen uns teilweise um ein Vielfaches. Und die Farbintensität der Blüten wird noch verstärkt durch den Kontrast zum rot-braunen Untergrund. Auf dem höchsten Punkt der Wanderung befindet sich ein Garten mit dem mythischen Baum 'Garoe'. Der Franziskaner Fray Juan de Abreu Galindo beschreibt den Baum 1602 wie folgt:

"Der Ort an dem der Baum steht heisst Tigulahe und ist eine Viehtrift vom Meer talaufwärtz verlaufend, die an einer Felswand endet. Sie nennen ihn "Garoe". Seine Blätter destilieren kontinuierlich soviel Wasser, dass es für die ganze Insel reicht. (...) und niemand kennt diesen Baum, man weiss nur dass er Til heisst. Er ist der einzige Baum seiner Art an diesem Ort. (...) Jeden Tag im Morgengrauen treibt der Wind eine Nebelwolke vom Meer hoch, die sich in den grossen blattreichen Baum setzt, dessen Blätter den ganzen Tag Wasser abtropfen, genau wie jeder andere Baum nach einem Regenschauer"

Fast am Ziel kommen wir noch an der Töpferei einer Österreicherin vorbei und erstehen noch eine Vase als Urlaubssouvenir. Die letztes Kilometer ohne Wasser sind nochmal extrem schweißtreibend. Die Entscheidung, die Tour zu kürzen also mehr als vernünftig. Zurück in Villa de Valverde kehren wir erschöpft und glücklich in der einzigen geöffneten Bar 'los Reys' ein und genießen unser wohlverdientes, eiskaltes Bier und Sandwiches.





Vielfalt der Natur- & Kulturlandschaften

Dienstag, 28.03.2022

Unsere Tageswanderung führt uns wieder über knapp 13 Kilometer jedoch deutlich weniger Höhenmeter als am Vortag von San Andres nach El Pinar. Zum Startpunkt kommen wir mit dem Bus. Das bedeutet 7Uhr Aufstehen. Der Morgen belohnt uns bereits mit einem glühenden Sonnenball am Horizont während wir mit dem Bus gemütlich die ersten Höhenmeter überwinden.

Die Wanderung ist vor allem geprägt von sehr abwechslungsreichen Natur- & Kulturlandschaften.

Den ersten Abschnitt bis zum Aussichtspunkt Mirador de Jinama durchwandern wir im Morgenlicht und wie schon am Vortag vorbei an den von Natursteinmauern umrandeten Feldern & Koppeln. Am Aussichtspunkt blicken wir von 1250 Meter auf die Bucht El Golfo. In der Nähe des Aussichtspunkts liegt auch eine kleine Kapelle, die der Marienfigur Virgen de la Caridad geweiht ist. Von dort beginnt einer der ältesten Wege der Insel. Der Jinama-Weg führt direkt in das nahgelegene Dorf La Frontera führt, ist jedoch zu diesem Zeitpunkt gesperrt.

Für uns geht es nun anders weiter als geplant. Auf Grund einer anderen Wegsperrung müssen wir leider von der geplanten Route abweichen und lange auf oder in der Nähe einer Landstraße gehen bis wir wieder Wanderwege unter den Füßen haben. Nun geht es durch vulkanisches Gebiet und hinein in den Nebelwald (Lorbeerwald). Ab nun nur noch bergab durch einen wunderschönen Naturdom - wir tauchen geradezu ein in eine magische Welt auf sanftem Nadelbett und werden umringt von den erhabenen kanarischen Kiefern und feuerfesten Pinien. So toller Baumbestand ist dort gebettet auf grasgrünem Waldboden. Die Kiefern- & Pinienwälder begeistern uns sehr so dass wir unser Tempo drosseln und diesen Teil der Wanderung langsam durchstreifen und die Gerüche und Motive in uns aufsaugen.

Die letzten 3 Kilometer kämpfen wir uns durch Gestrüpp und über die einsame Dorfstraße ins überschaubare Zentrum von El Pinar. El Pinar erstreckt sich mit einigen wenigen Läden und Wohnhäusern entlang der einsamen 2 Kilometer langen Dorfstraße. Ein verschlafener Fleck Erde in der Nebensaison. Die Ruhe und Ereignislosigkeit sind jedoch die besten Bedingungen unsere müden Glieder bis zur Abfahrt des Busses zu schonen. Fußlahm erreichen wir das einzige geöffnete Restaurant. Dort trifft sich die kleine Dorfgemeinschaft und auch der Busfahrer verbringt hier seine Mittagspause. Bis dieser uns allerdings zurück nach Villa de Valverde bringt vergeht noch eine ganze Weile bei Sandwiches, Eis und hauseigenem Wein.

Zurück in der Unterkunft heißt es duschen, chillen und essen suchen. Der Tag klingt aus mit Tapas, Wein und Buch auf der Terrasse.





Meeresluft & Südfrüchte

Mittwoch, 29.03.2022

Wir lassen es an diesem Tag langsam angehen. Ausschlafen und dann mit dem Bus nach La Frontera in der Bucht Golfo. Wir tun es den Einheimischen gleich und schlürfen erst einmal in aller Ruhe einen Espresso, beobachten das Erwachen der Stadt und die hinter der Felswand aufsteigende Sonne, die uns schließlich sommerliche Temperaturen bringt. Um doch noch ein wenig in Bewegung zu kommen, machen wir uns auf den Fußweg der Straße entlang zur Atlantikküste. Unser Ziel ist die Naturbadebucht La Maceta. Da die Sonne schon sehr stechend ist und der Asphalt unter unseren Füßen brennt legen wir noch einen kurzen Drinkstopp an einem Kiosk ein der vor allem von den örtlichen Arbeitern angesteuert wird. Wir sind als Touristen eher die Ausnahmeerscheinung. Es geht vorbei an reich blühenden Gärten, Obstplantagen und einigen Weingüter, die jedoch leider geschlossen sind. Leider gibt es keinen Wander- oder Fußweg so dass wir den größten Teil der Strecke auf Asphalt gehen müssen. Dabei lässt sich jedoch ganz wunderbar das Treiben bei der Bananenernte beobachten. An der Küste verweilen wir zum Picknick bis uns der Bus über die Nachbardörfer wieder zurück nach La Frontera bringt. Nach einem hervorragendem Lunch und ein bisschen Lädchenschlendern geht´s zurück zur Unterkunft.




12 Ansichten0 Kommentare
  • erikavanosch




Eine meiner schönsten Reise war El Hierro und Teneriffa letztes Jahr im März. Atemberaubende Natur, Abgeschiedenheit, Farbenpracht und tolle Wanderwege.

Aufmerksam geworden bin ich auf El Hierro durch einen Podcast. Erik Lorenz und André

Schumacher im Podcast Weltwach nehmen ihre Hörer in 3 Folgen mit auf Wandererlebnisse auf die fantastische kanarische Insel El Hierro und haben mich mit ihren bildlichen Erzählungen und ihrem Witz so mitgenommen dass das Ziel für meine nächste Reise feststand.

Die Podcastfolgen kann ich also sehr empfehlen.

Mein Mutterschutz hat mir jetzt in der vergangenen Woche die Gelegenheit gegeben, diese Erinnerungen und Fotos mit einem umfangreichen Fotobuch zu würdigen. So begeistert wie ich besonders von El Hierro bin möchte ich dies gerne mit euch teilen. Also nehme ich euch in den kommenden 3 Blogbeiträgen gerne mit auf meine Urlaubsreise dorthin.



Hello Santa Cruz

Samstag, 25.03.2022

Mit mehr als 5 Stunden Flug ist Teneriffa nun unser bisher weitestes gemeinsames Urlaubsziel. Aus irgendeinem unerklärlichen Grund gibt es weder auf dem Flug etwas zu essen nach haben wir selbst für Proviant gesorgt. So kommen wir hungrig aber schon sehr entspannt und mit Urlaubsstimmung auf Teneriffa Süd an. Es ist sehr windig und wunderbar warm so dass wir erst einmal Kaffee & Snack am Flughafen in der Sonne genießen bevor wir uns auf die Suche nach dem Bus nach Santa Cruz begeben.

Der Tag liegt noch vor uns und wir kosten ihn voll aus. Santa Cruz erlaufen wir uns mit Borrel Pause, schönen Fotomotiven und dem finalen Abschluss bei Wine & Cheese in der Altstadt. Der lokale Wein und Käse sind ein wahrer Genuss und dazu werden wir äußerst freundlich und kommunikativ von Gabriel bedient. Die Krönung bildet der sehr intensive Cheesecake. Der Verdauungsspaziergang führt uns durch die nächtlich belebten Gassen zurück zum AirBnB.




Welcome to El Hierro

Sonntag, 26.03.2022

3 Stunden beobachten wir das Treiben am Flughafen Nord, wo viele kanarische Sportteams auf An- & Abreise von ihren Wochenendspielen sind. Es ähnelt eher einem Busbahnhof als einem Flughafen denn die kanarischen Inseln sind über ein hoch frequenten Flugplan der spanische Regionalfluggesellschaft Binter Canarias miteinander verbunden. Der 40minuütige Flug von Teneriffa Nord nach El Hierro mit der Propellermaschine wirkt ebenso ungezwungen wie die Abfertigung am Flughafen, ist jedoch meine persönliche Herausforderung. Die Landebahn ist extrem kurz so dass wir gefühlt Bruchteile einer Sekunde nach dem Aufsetzen bereits mit heftigster Bremsung stehen. Nicht schön für den Magen, aber nun geschafft und bereit die Insel zu entdecken.

Unsere Unterkunft für die kommenden Tage liegt im Norden der Insel - in Villa de Valverde. Unweit des Flughafens und doch unerreichbar von dort. Denn wir landen zur Mittagszeit und alle Taxi- & Busfahrer halten Siesta. Laufen ist ebenso keine Option - auf nur 5 Kilometern müssten wir mit Gepäck über 500 Höhenmeter überwinden. Schließlich findet sich doch ein Taxi und die Ankunft in unserem AirBnB mit fantastischer Aussicht auf die Küste & La Gomera macht das Warten wieder wett.

Wir sind in der Nebensaison auf El Hierro. Daher ist sind nur wenige Läden Restaurants geöffnet. Unser erster Erkundungsspaziergang durch den Ort führt uns zum Kiosk wo wir unseren Wocheneinkauf tätigen. Wir haben alles was nötig ist - Wanderproviant & Tapas für die Abende auf der Terrasse.

Im kleinen und gemütliche Restaurant 'Profunda' trägt der Chefkoch selbst die Karte am Tisch noch persönlich vor. Wir werden dort herrlich verköstigt und genießen im Anschluss den gemütlichen Nachtspaziergang zurück zur Unterkunft.




17 Ansichten0 Kommentare
Noch keine Tags.
bottom of page